Maschinengenerierte Inhalte sind eine spannende Entwicklung in der Welt der Künstlichen Intelligenz. Noch haben traditionelle, von Menschen geschriebene Inhalte in den meisten Fällen die Oberhand. In bestimmten Anwendungen oder bei der automatisierten Verbreitung finden sich aber schon heute Möglichkeiten, neue Technologien in Ihre Content-Marketing-Strategie zu integrieren.

Als im April 2019 das erste, vollständig maschinengenerierte Buch über Lithium-Ionen Akkus erschien, war das eine kleine Sensation. Springer Nature hatte zusammen mit Computerlinguisten der Frankfurter Goethe-Universität einen Algorithmus eine automatisch generierte Zusammenfassung einer großen Zahl aktueller Forschungsartikel schreiben lassen.

Heute kann fast jeder online gelesene Text von einer KI erstellt worden sein. Als Leser hat man praktisch keine Möglichkeit, das zu prüfen. Klingt gruselig? Mit diesem Gefühl sind Sie nicht allein.

KI ist heute in der Lage, Textbausteine, Bilder und Videos zu sinnvollen Contents zusammenzusetzen. Wirkliche Kreativität, die über das Neuzusammensetzen von Inhalten hinausgeht, ist zur Zeit nicht zu erwarten. So kann KI sehr gut dabei helfen, Fragen zu beantworten oder Informationen zu einem Thema in einer gut lesbaren Form zusammenzustellen. Daher eignen sich KI-Anwendungen bestens im E-Commerce, für Chatbots oder zum Erstellen von kurzen Social-Media-Posts.

Mit maschinell erstellten Inhalten ist es möglich, Inhalte für weniger Geld pro Wort zu erstellen. Für Unternehmen, die regelmäßig große Mengen an Inhalten erstellen, können die Einsparungen erheblich sein. Allerdings sollte man maschinell erstellte Inhalte nicht (von Menschen) ungeprüft veröffentlichen. Menschliche Autoren machen natürlich auch Fehler. Bei maschinell erstellten Inhalten ist die Wahrscheinlichkeit jedoch viel größer, dass sie Fehler enthalten, die Programme einfach nicht erkennen können. Wenn Sie wollen, dass die Qualität Ihrer Inhalte die Qualität Ihres Unternehmens widerspiegelt, dann sind maschinell erstellte Inhalte möglicherweise nicht die richtige Wahl.

Der zweite wichtige Grund, warum Unternehmen auf maschinell erstellte Inhalte zurückgreifen, ist die Ersparnis an Zeit und Aufwand. Wenn man mit Menschen arbeitet, gibt es bestimmte Einschränkungen. Menschen können nur eine bestimmte Anzahl von Stunden am Tag arbeiten, und es gibt feste Zeitpläne, Zeitzonen und Arbeitszeiten, die berücksichtigt werden müssen. Wenn Sie es jedoch eilig haben, Inhalte in kurzer Zeit zu erstellen, gibt es für Software keine solchen Einschränkungen.

Allerdings ist nicht klar, ob Suchmaschinen die Verwendung maschinell erstellter Inhalte bestrafen werden. Bislang hat es noch keine nennenswerten Maßnahmen gegen maschinell erstellte Inhalte in Suchmaschinen gegeben. Da automatisierte Inhalte jedoch immer beliebter werden, könnte es sein, dass maschinell erstellte Inhalte stärker ausgefiltert werden oder menschliche Inhalte gegenüber Alternativen bevorzugt werden.

Ein heute schon gut gangbarer Weg ist die Kombination von (zumindest von Menschen überarbeiteten) Inhalten und einer automatisierten Ausspielung. KI kann auch analysieren, wer sich für welche Themen interessiert und dann passenden Content in den passenden Medien zur passenden Zeit ausspielen. Dies kann ein guter Weg sein, die faszinierenden Möglichkeiten der KI für Ihre Content-Marketing-Strategie zu nutzen.

(Photo by Austin Distel on Unsplash)